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World premiere!

The Glass Walkway

Gouffre Géant de Cabrespine

will give you feelings of vertigo!!!
200m of void under your feet.

Want to give it a go?

Will you be up to it?

 

Anreise zur riesigen Flussschwinde "Gouffre Géant" von Cabrespine, ab Autobahn A61 den Schildern folgen
"Sortie" (Ausfahrt) Carcassonne Ouest in Richtung Mazamet
"Sortie" (Ausfahrt) Carcassonne Est in Richtung Mazamet

 

Von der mittelalterlichen Stadt oder von Carcassonne-Stadt aus in Richtung Mazamet.
Den Schildern folgen: Gouffre Géant de Cabrespine/Abbaye de Caunes Minervois
GPS-KoordinatenCabrespine : 43°21’33.58’’N
Längengrad 2°27’25.54’’O

04 68 26 14 20 (offnungszeiten), 04 68 26 14 22 (24/7)

Geo500_creusement_CabrespineDie Aushöhlung

Aufgrund der absorbierenden, mit Sand gefüllten Spalten, die die Strömung regulieren, wird die Fließgeschwindigkeit der Clamoux nicht an das Wasser am Grund der Flussschwinde weitergegeben. Diese natürlichen Filter produzieren am Grund der Flussschwinde Trinkwasser von hoher Qualität.

Wenn das Wasser der Clamoux die undurchlässigen Felsgesteine verlässt, wird sie von den unzähligen Spalten des Kalksteins absorbiert, sodass sich die Aushöhlung der Höhle auch heute noch fortsetzt. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass das Versickern im Kalkstein uralt ist und sich seit mehreren Millionen Jahren vollzieht. Zu jener Zeit war das Tal von Cabrespine noch nicht tief und das Flussbett der Clamoux befand sich ziemlich genau auf der Höhe des Parkplatzes der Flussschwinde, das heißt 200 m höher als heute.

Dies erklärt auch die Höhe der unterirdischen Schlucht und die unglaubliche Höhe des Gouffre Géant.

Was geschah zu Beginn der Aushöhlung?

Und wie konnte sich der große Saal der Flussschwinde herausbilden? Das Wasser drang vermutlich durch die "Roten Säle" ein und trat durch das schwarze Loch links vom Eingangstunnel (von der Metallbrücke aus gut sichtbar) wieder aus.

Die Gravitationserosion durch wirbelndes Wasser setzte den großen Saal bereits zu einer Zeit frei, als die Fließgeschwindigkeit der Clamoux noch wesentlich höher war als die heutige. Das nach und nach eindringende Wasser schlug andere, mehr oder weniger parallele Wege ein, aber in der Tiefe wurde das große Gewölbe vom Druck des Wassers entlastet, entsprechend des Verhaltens der jeweiligen Gesteinsarten, aus denen es sich zusammensetzt. Mit abnehmender Fließgeschwindigkeit nahm die Flussschwinde die allen Karstologen bekannte klassische Form eines Pilzes an.

Die Geröllentnahme war so umfangreich, dass, trotz der Geröllrutsche und des Wiederausgleichs der Decken und Wände, der Verlauf des unterirdischen Flusses für Speläologen zugänglich blieb. Die von den Speläologen über Kilometer verfolgten Galerien steigen stufenförmig bis auf 200 m Höhe an und überschneiden sich. Das vom Wasser abgetragene Volumen beläuft sich auf mehrere Dutzend Millionen Kubikmeter.

Geo500_riviere_CabrespineDer unterirdische Fluss

Wie die meisten großen Höhlen wurde auch der Gouffre Géant von Cabrespine vom Wasser geschaffen, dass im Kalkmassiv versickert.

Der Fluss Clamoux verschwindet am Ortsausgang von Cabrespine. Flussabwärts von dieser Wasserschwinde aus ist sie 10 Monate im Jahr nur ein Geröllbach, da sich das gesamte Wasser im Grund der Flussschwinde verliert, zum Leidwesen der talabwärts liegenden Dörfer, die seit dem Mittelalter das Verschwinden des Flusses beklagen.

Überlieferungen zufolge trat das Wasser oberhalb von Lastours an der Karstquelle "Prestil" wieder hervor. Ein Beweis dafür war die unterirdische Durchquerung der Enten, die auf der Höhe von Gaougnas verschwunden und auf dem Wasserlauf in der Nähe der Katharerschlösser von Lastours wieder aufgetaucht sein sollen.

Unanfechtbar ist dagegen die von Speläologen vorgenommene Färbung des Wassers mit Fluoreszein.

Bis heute ist der unterirdische Wasserlauf auf etwa 17 km sondiert und teilweise erforscht. Es sind sogar Tauchgänge unter den triefenden Gewölben versucht worden, aber Niemand hat den "Entenweg" vollständig verfolgen können.

Der unterirdische Fluss am Grund des Schachts liegt bereits 36 m tiefer als die Wasserschwinde. Seine Fließgeschwindigkeit ist hoch, zwischen 320 und 350 m bei Niedrigwasser. Bei Hochwasser steigt die Clamoux jedoch nur verhältnismäßig gering an.

Geo500_salle_CabrespineDie Säle

Manche Säle stehen mit der Erdoberfläche in Verbindung, da die Decken eingebrochen sind. Das betrifft auch den "Barrenc", eine aus einem Erdeinbruch entstandene Flussschwinde, der so tief und nahezu so breit wie die Padirac ist. Sie befindet sich einige Hundert Meter vom Parkplatz entfernt.

Die Clamoux, die in Cabrespine verschwindet, entspringt den undurchlässigen, schieferhaltigen Massiven. Sie fließt vom Norden in Richtung Süden von den Flanken des Pic de Nore bis ins Mittelmeer. Sie ist nicht der einzige Fluss, der verschwindet und sich unterirdisch dem Austritt Le Prestil nähert.

Das Wasser, das aus den Dörfern Rieussec und Citou kommt, versickert auf Kosten des Tals Argent-Double ebenfalls im Kalkstein. Auf diese Weise trägt es zur ost-westlich orientierten Aushöhlung der unterirdischen Strecken und des großen Höhlensystems von Cabrespine bei. Diese Aushöhlung ist umso aktiver als zur mechanischen Erosion noch eine chemische Lösungsverwitterung hinzukommt, die durch den Säuregehalt des aus den schieferhaltigen Massiven kommenden Wassers bedingt ist.

Die Aktion des Wassers im unterirdischen Milieu erweist sich also häufig als sehr komplex. Ein und dasselbe System, und das gilt auch für das Höhlensystem von Cabrespine, kann gleichzeitig Höhlen, Dolinen (schlot- oder trichterförmige Senken), unterirdische Wasserläufe oder auch unterirdische Seen aufweisen. Das nachfolgende Schema erlaubt die Komplexität des unterirdischen Milieus besser zu verstehen und zu deuten.