Geo500_salle_CabrespineDie Säle

Manche Säle stehen mit der Erdoberfläche in Verbindung, da die Decken eingebrochen sind. Das betrifft auch den "Barrenc", eine aus einem Erdeinbruch entstandene Flussschwinde, der so tief und nahezu so breit wie die Padirac ist. Sie befindet sich einige Hundert Meter vom Parkplatz entfernt.

Die Clamoux, die in Cabrespine verschwindet, entspringt den undurchlässigen, schieferhaltigen Massiven. Sie fließt vom Norden in Richtung Süden von den Flanken des Pic de Nore bis ins Mittelmeer. Sie ist nicht der einzige Fluss, der verschwindet und sich unterirdisch dem Austritt Le Prestil nähert.

Das Wasser, das aus den Dörfern Rieussec und Citou kommt, versickert auf Kosten des Tals Argent-Double ebenfalls im Kalkstein. Auf diese Weise trägt es zur ost-westlich orientierten Aushöhlung der unterirdischen Strecken und des großen Höhlensystems von Cabrespine bei. Diese Aushöhlung ist umso aktiver als zur mechanischen Erosion noch eine chemische Lösungsverwitterung hinzukommt, die durch den Säuregehalt des aus den schieferhaltigen Massiven kommenden Wassers bedingt ist.

Die Aktion des Wassers im unterirdischen Milieu erweist sich also häufig als sehr komplex. Ein und dasselbe System, und das gilt auch für das Höhlensystem von Cabrespine, kann gleichzeitig Höhlen, Dolinen (schlot- oder trichterförmige Senken), unterirdische Wasserläufe oder auch unterirdische Seen aufweisen. Das nachfolgende Schema erlaubt die Komplexität des unterirdischen Milieus besser zu verstehen und zu deuten.