Geo500_riviere_CabrespineDer unterirdische Fluss

Wie die meisten großen Höhlen wurde auch der Gouffre Géant von Cabrespine vom Wasser geschaffen, dass im Kalkmassiv versickert.

Der Fluss Clamoux verschwindet am Ortsausgang von Cabrespine. Flussabwärts von dieser Wasserschwinde aus ist sie 10 Monate im Jahr nur ein Geröllbach, da sich das gesamte Wasser im Grund der Flussschwinde verliert, zum Leidwesen der talabwärts liegenden Dörfer, die seit dem Mittelalter das Verschwinden des Flusses beklagen.

Überlieferungen zufolge trat das Wasser oberhalb von Lastours an der Karstquelle "Prestil" wieder hervor. Ein Beweis dafür war die unterirdische Durchquerung der Enten, die auf der Höhe von Gaougnas verschwunden und auf dem Wasserlauf in der Nähe der Katharerschlösser von Lastours wieder aufgetaucht sein sollen.

Unanfechtbar ist dagegen die von Speläologen vorgenommene Färbung des Wassers mit Fluoreszein.

Bis heute ist der unterirdische Wasserlauf auf etwa 17 km sondiert und teilweise erforscht. Es sind sogar Tauchgänge unter den triefenden Gewölben versucht worden, aber Niemand hat den "Entenweg" vollständig verfolgen können.

Der unterirdische Fluss am Grund des Schachts liegt bereits 36 m tiefer als die Wasserschwinde. Seine Fließgeschwindigkeit ist hoch, zwischen 320 und 350 m bei Niedrigwasser. Bei Hochwasser steigt die Clamoux jedoch nur verhältnismäßig gering an.